SchlagwortTestament

Der Erbfall unter rechtlichem Aspekt

Mit dem Tod einer Person tritt automatisch der so genannte Erbfall ein. Der Verstorbene ist dabei der Erblasser.

Erbe ist, wer bei Tod des Erblassers aufgrund eines Testaments oder eines Erbvertrages oder aufgrund des Gesetzes Rechtsnachfolger des Erblassers wird. Vererbt werden nicht einzelne Gegenstände, sondern immer der ganze Nachlass.

Hierbei handelt es sich um das gesamte Vermögen mit allen Aktivwerten (z.B. Bankvermögen, Bargeld, Gegenstände, Grundstücke, Forderungen etc.) und mit allen Schulden.

Eine Person als Alleinerbe erhält mit dem Erbfall den gesamten Nachlass des Verstorbenen. Sind mehrere Miterben vorhanden, ist jeder zu einem Bruchteil am gesamten Nachlass beteiligt. Bestimmte Nachlassgegenstände, z.B. ein Hausgrundstück, können also nicht für sich allein, sondern nur in der Gesamtheit vererbt werden. Weiterlesen

Rechte und Pflichten unverheirateter Väter

Mit der Geburt eines Kindes sind viele offene Fragen verbunden. Insbesondere für unverheiratete Väter stellt sich oft die Frage, wie denn ihre Rechte und Pflichten gegenüber dem unehelichen Kind aussehen.

Sorgerecht

Unverheiratete Väter können neben der Kindesmutter das Sorgerecht erlangen. Nicht miteinander verheiratete Eltern haben dann das gemeinsame Sorgerecht für Kinder, wenn sie eine gemeinsame Sorgeerklärung in öffentlich beurkundeter Form abgeben. Sonst hat die Kindesmutter das alleinige Sorgerecht.
Besteht die gemeinsame Sorge des Kindes, weil eine entsprechende Sorgeerklärung abgegeben wurde, ändert sich durch eine Trennung nichts. Allein das Familiengericht kann unter strengen Voraussetzungen die Alleinsorge einem Elternteil zusprechen.

Eine positive Entwicklung ist hinsichtlich der Rechte des leiblichen Vaters, der nicht mit dem Kind zusammenlebt und nicht der rechtliche Vater ist, zu verzeichnen. Dem leiblichen Vater steht auch dann ein Umgangsrecht mit seinem Kind zu, wenn die Mutter mit einem anderen Mann verheiratet ist und es dem Kindeswohl dient. Väter werden nämlich auch dann als enge Bezugsperson des Kindes angesehen, wenn sie die Verantwortung für das Kind früher einmal getragen haben. Das Umgangsrecht steht also demjenigen zu, der eine enge Bezugsperson zum Kind ist.
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