SchlagwortVerkehrsunfall

Die Quotelung bei der Haftung im Straßenverkehr

Gemäß § 7 des Straßenverkehrsgesetzes haftet der Halter eines Kraftfahrzeuges bei einem Verkehrsunfall bereits allein wegen der Betriebsgefahr des Fahrzeuges. Die Ersatzpflicht ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Unfall durch höhere Gewalt verursacht wurde.

Im Straßenverkehr dürfte höhere Gewalt aber selten vorkommen. Dies führt dazu, dass eine Entlastung eines Kraftfahrers bei einer Kollision mit einem Fußgänger oder einem Fahrradfahrer in der Regel ausscheidet.

Bei einer Kollision zwischen 2 Kraftfahrzeugen ist, falls das Unfallgeschehen nicht auf Grund eines von außen einwirkenden außergewöhnlichen und nicht abwendbaren Ereignisses verursacht wurde, eine Haftungsverteilung vorzunehmen. Weiterlesen

Regulierung von Verletzungsfolgen bei Verkehrsunfällen

Immer wieder kommt es vor, dass man schuldlos in einem Verkehrsunfall verwickelt ist und dabei verletzt wird. Bei der Abwicklung des dabei entstandenen Schadens mit der Versicherung sollte der Verletzte seine Rechte kennen, damit er im Zweifel nicht auf sein Geld verzichten muss. Sofern jemand schuldlos in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, muss ihm der Unfallverursacher bzw. bei der Verursachung mit einem Fahrzeug die Haftpflichtversicherung für dieses Fahrzeug sämtliche Unfallschäden ersetzen.

Neben den Schäden am eigenen Fahrzeug sind dies alle mit der Person des Verletzten zusammenhängenden Kosten, wie z.B. die Kosten für die ärztliche Behandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und gegebenenfalls ein so genannter Haushaltsführungsschaden. Zusätzlich können manchmal Angehörige des Verletzten vom Unfallverursacher Unterhaltszahlungen einfordern, falls die verletzte Person Unterhalts an sie gezahlt hat und wegen der Verletzungsfolgen
hierzu nicht mehr in der Lage ist.

Wenn der Verletzte den Unfall mit verschuldet hat, wird in der Regel entsprechend dem Grad des Mitverschuldens ein Teil bei den zu regulierenden Kosten abgesetzt. Wie hoch dieser Betrag ist, richtet sich immer nach dem Einzelfall und ist häufig Gegenstand von Gerichtsverfahren. Zu den zu erstattenden Kosten gehören zunächst die Behandlungskosten. Hierbei handelt es sich in der Regel um die Rechnung für ärztliche Behandlung und den Krankenhausaufenthalt und gegebenenfalls zusätzliche Praxiskosten.
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